Im harmonischen TV-Duell am vergangenen Sonntag wurde leider nur kurz darüber gesprochen, immerhin mehr als über Bildung (!), für mich und viele andere ist es aber das Thema überhaupt bei diesen entscheidenen Wahlen - die Energiepolitik.
Tatsächlich gibt es in unserer Parteienlandschaft noch Politiker, die Atomkraft für vertretbar halten und somit das seit Jahren geplante Abschalten von 7 der bundesweit 17 existierenden Kernkraftwerke verhindern wollen.
Das jene "Volksvertreter" da ganz andere Interessen als die unseren vertreten, ist nur zu offensichtlich.
Wie lässt sich bitte sonst erklären, dass unsere Kanzlerin den Vattenfall-Vorstandsvorsitzenden Lars Göran Joseffson zu ihrem persönlichen "Klima-Berater" macht?
Natürlich wird dieser ihr zu Laufzeitverlängerungen raten, fährt sein Unternehmen doch mit jedem Betriebstag seiner baufälligen Atomkraftwerke Millionengewinne ein.
Die deutschen Kernkraftwerke mit Technik der 60er Jahre sind längst abgeschrieben und daher wahre Goldgruben. Statt die niedrigeren Produktionskosten aber dem Verbraucher zukommen zu lassen, sprechen die vier Energierisen e.on, RWE, EnBW und Vattenfall aber vermutlich kontinuierliche Preissteigerungen ab. Allein letztes Jahr machten diese 14 Milliarden Euro Gewinn, die Preise waren in 7 Jahren schließlich um 50% gestiegen.
Das makabere daran ist, dass nur die stabilen und sinkeden Preise von regenerativen Energien hier Konkurrenz machen und den Preisanstieg bremsen.
Atomkraft ist eine veraltete und viel zu riskante Technik. Von den weltweit 436 Reaktoren sind 339 über 20 Jahre alt.
Wind, Wasser und Sonne sorgen schon für 17% unseres Stroms, tendenz stark steigend. Atomkraft deckt nur 2% unserer Energieversorgung, hemmt aber unverhältnismäßig stark den Ausbau von erneuerbaren Energien. Und ist eben eine unverhältnismäßig gefährliche Angelegenheit. Bis dato gibt es auf der Welt noch keinen sicheren Ort und keine Technik, die den für hundert tausende von Jahren strahlenden Müll beherbergen bzw. unschädlich machen könnte. Schon jetzt stapeln sich die strahlenden Castor-Behälter, und keiner weiß so recht wohin mit ihnen. 40 Jahre kann der Müll darin angeblich gelagert werden, hoffen wir dass wir bis dahin eine ethisch und ökologisch halbwegs vertretbare Lösung gefunden haben. In Asse bei Braunschweig sickert der Scheiß schon ins Grundwasser, nach nur 20 Jahren Lagerung.
Salzstollen taugen also nicht, auch Granit ist rissig und im Meer versenken wie die Italiener geht einfach nicht klar, in 3. Welt Länder exportieren oder auf den Mond schießen erst recht nicht.
Bißchen ekelig & gefährlich alles, oder?
Reicht nicht schon der ganze Mist, den wir anderweitig einatmen oder schlucken? Scheiße, mir fallen spontan 6 Bekannte ein, die an Krebs erkrankt sind.
Falls ihr mehr Interesse an Fakten und an meinen Quellen habt, so sei euch diese Seite empfohlen
Da gibt es auf jedes Argument der Atomlobby mindestens 5 vernichtende Fakten. Es veranschaulicht einem wie diese sich die größte Mühe gibt, uns zu verblenden.
Atomkraft = CO2 neutral? - schau dir mal den kompletten Produktionsweg an...
Versorgungssicherheit? - letztes Jahr standen in der BRD 7 Kraftwerke aufgrund von Sicherheitsmängeln still...
Wer als Politiker noch dafür wirbt ist entweder sehr schlecht bzw. falsch informiert oder gehört zu den wenigen, die sich daran eine goldene Nase verdienen. In jedem Fall ist er/sie verantwortungslos...
Auf dieser Seite könnt ihr checken, wie die Kandidaten eures Wahlkreises zu Atomkraft stehen.
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Ich verspüre leichtes Bedürfnis mich für diesen politischen Eintrag rechtfertigen zu müssen, aber das lasse ich sein. Gehe einfach mal davon aus, dass ich hiermit für ale von uns spreche.
Hier gibt es nun noch ein paar Eindrücke von der Anti-Atom-Demo in Berlin am 5.9., die mit über 50 000 Leuten und 340 Treckern aus dem Wendland besucht war.



Aufklärende Videos: